Vorwort

Von Dipl. Kfm. Bolko Hoffman

 

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ist an die beiden britischen Forscher Sydney Brenner und John Sulston sowie an den Amerikaner Herbert Horviz, unter anderem zum Thema des programmierten Zellsterbens (Apoptose) gegangen, das auch bei Krebserkrankungen eine Rolle spiele, wie das bei der publizistischen Veröffentlichung (s. auch „Bremer Weserkurier“) behauptet wird. Diese Art der Behauptung wird der medialen Wirkung wegen bei einer solchen Begebenheit gern getroffen, auch wenn sie dem eigentlichen Forschungsziel nicht entspricht.

Wie das Zellsterben wirklich im Verlauf der Krebskrankheit vor sich geht, haben die sensationellen Ergebnisse eines seit 1968 an dieser Frage arbeitenden Forschers, nämlich Dr. Alfons Weber aus Erding erwiesen.

In diesem hier vorliegenden Buch von Ernst Wollenberg wird vor Augen geführt, dass bei der Krebskrankheit das Zellsterben auf der Infektion eines mikroparasitären Erregers beruht. 

 

Ich wäre nie auf diese Forschungsergebnisse gestoßen, wenn ich nicht im Laufe meiner journalistischen Tätigkeit Kenntnis davon erhalten hätte, dass Frau Mitterand sich über eine Übersetzerin, die in Dortmund ansässig war, diesbezüglich an Dr. Weber gewandt hätte. Diese Kontaktaufnahme war bereits 1982 erfolgt, also 15 Jahre vor dem Tode Mitterands. Daraufhin habe ich mich mit den Forschungen Dr. Webers befasst und zusammen mit ihm das Buch „ Haben wir schon potentielle Krebserreger im Blut“ herausgegeben, das im ES-Verlag erschienen ist.

 

Im Zusammenhang damit führte ich bereits damals  eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Krebsforschungs-Institut  Heidelberg, das behauptete, dass die Forschungen von Dr. Weber auch nach mehrfacher Überprüfung nicht relevant seien, wodurch man ihn in seiner Arbeit natürlich massiv blockierte. Konkret ging es um die Aussage, dass, wenn Weber medizinisch Recht bekommen sollte, man sagen könne, Heidelberg habe inzwischen mehr Menschen auf dem Gewissen, als in Hitlers Konzentrations-lagern umgekommen seien. 

   Im Ergebnis dieses Verfahrens wurde mir mit rechtskräftigem Urteil diese Äußerung erlaubt, sofern sich die Forschungsergebnisse von Dr. Weber als richtig erweisen sollten. Daraufhin hatte mich Heidelberg gebeten, von dieser gerichtlichen Entscheidung keinen Gebrauch zu machen, was ich kategorisch ablehnte.

 

Wenn heute also wieder einmal das Thema Krebsentstehung in der Öffentlichkeit diskutiert und Fragen aufgeworfen werden, die Dr. Weber seit über 30 Jahren in seiner Lebensarbeit beantwortet hatte und von vielen Interessierten bereits erkannt und bestätigt wurden (die auch jederzeit in ihrer Klarheit der Darstellung in einfachen Verfahren nachgewiesen werden können), dann könnte das dem Deutschen Krebs Forschungsinstitut in Heidelberg noch einiges bezüglich der Blockierung von Dr. Webers Forschung zu schaffen machen.  

 

Düsseldorf im November 2002